Für Gschwellti ist es nie zu heiss

von mhdo

Trotz hochsommerlicher Temperaturen ist die Hörnlihalle am Freitagabend voll. (Bild: Christoph Herr)

Die Metallharmonie Dussnang-Oberwangen bleibt aktiv. Nach ihrem Fest zum Hundertjährigen im vergangenen September folgten am Freitagabend 120 Besucher ihrer Einladung zu «Gschwellti, Chäs und Musig» – trotz Hitzewelle.

CHRISTOPH HEER

DUSSNANG. Für eine zünftige Portion Gschwellti mit Käse ist es nie zu warm. Das sagten sich auch die gut 120 Besucher am Freitagabend und genossen bei musikalischer Umrahmung und dank fleissigem Servierpersonal einige Stunden mit Freunden. Es schwitzte jeder bei Temperaturen über 30 Grad, bloss die Damen und Herren im Service und in der Küche noch etwas mehr. Dank ihres Einsatzes und trotz unzähliger Schweissperlen blieben die Wartezeiten gering, der hungrige Besucher dankte es.

Einheimische und Auswärtige

Die Metallharmonie Dussnang-Oberwangen (MHDO) organisierte zum zehntenmal das «Gschwellti, Chäs und Musig» in der Hörnlihalle und sorgte einmal mehr für ein kleines Dorffest, an welchem sich Gemeindepräsident Willy Nägeli ebenso wohl fühlte wie Einheimische und Auswärtige. So verspeisten etwa die siebenjährige Selina Keller aus Hosenruck und ihr zwei Jahre älterer Bruder Florian ihre Portion Kartoffeln und Käse, um möglichst schnell zur reichhaltigen Tombola hinüber zu gehen und sich mit Losen einzudecken. Des weiteren wurde auch ein Bastelspass für die Kinder bereitgestellt.

Wichtige Einnahmequelle

Kleine Dorfvereine kämpfen nicht nur im Hinterthurgau ums Überleben. Diejenigen, welche sich keines Aufwands zu schade sind und mit neuen Ideen das Publikum anlocken, die werden belohnt. Die MHDO führt – eben weil sie ein kleiner Verein ist – nicht jährlich eine Unterhaltung durch, deshalb werden die Einnahmequellen wie sie bei diesem Fest generiert werden, umso wichtiger. Vereinspräsident Dominik Kohler ist sich dessen bewusst. «Wir sind dankbar für jeden einzelnen Besucher. Es freut uns auch, dass trotz unangenehmer Hitze wiederum über 120 Personen gekommen sind.» Dementsprechend bewegten sich die gegessenen Portionen im gleichen Rahmen, anders gesagt, fast jeder Besucher komme, um seinen Hunger zu stillen.

Nebst den 23 Vereinsmitgliedern sind jeweils auch um die zwölf Helfer von befreundeten Vereinen im Einsatz. Den funktionierenden Service schätzten auch die Stammgäste Nelly und Göpf Christen aus Oberwangen. «Eine gute Idee mit dem Käse und den Kartoffeln. Man merkt, dass sich der Verein Mühe gibt und sich aktiv in das Gemeindewohl einbringt.»

Musikalisch tritt jeweils nicht nur der organisierende Verein in Erscheinung. Wie immer war auch am Freitag ein Gastverein anwesend, dieses Mal der Kirchenchor aus Fischingen. Während die Sängerinnen und Sänger ihr Liedgut zum besten gaben, präsentierten vor- und nachher die Musikanten Kompositionen wie «All's was bruuchsch», «One Moment in Time» oder «Barcelona 92».

«Eine gelungene Mischung aus Blasmusik und Gesang, angereichert mit feinem Essen und Kurzweil, ein tolles Fest», sagten Rosmarie und Sepp Zuber aus Vogelsang. Und zum erstenmal mit dabei war Henri Ammann aus Sirnach. Er meinte kurz und bündig: «Gutes Essen, gute Leute und gute Musik, da komm ich wieder.»

Zurück